Schlafbeere Erfahrungen: Ein Superfood auf der Überholspur

Sie werden als Extrakt oder Püree feilgeboten, reichern funktionelle Lebensmittel an oder machen in Pulver- und Kapselform als Nahrungsergänzungsmittel von sich reden. Gemeint sind die Superfoods, die ungeachtet ihrer enormen Popularität nach wie vor im Kreuzfeuer der Kritik stehen. Nicht selten zu Unrecht, wie die Schlafbeere zeigt. Weder verfehlt die Schlafbeere ihre Wirkung noch ist sie zu teuer. Während sie in Indien, Pakistan und Afghanistan längst als bewährtes Schlafmittel in aller Munde ist, rückt sie in Europa im Kampf gegen Schlafstörungen, Depressionen und Stress zusehends in den Fokus des Interesses.

Was ist die Schlafbeere?

Nachtschattengewächs mit vielen Namen

Die Schlafbeere hört auf viele Namen. Ashwagandha ist der gebräuchlichste, daneben ist die Schlafbeere auch als Winterkirsche oder Indischer Ginseng bekannt. Rein äußerlich hat sie viel mit der den Deutschen durch und durch vertrauten Physalis gemein, nachdem sich der glockenförmige Kelch bei Fruchtreife vergrößert und braun verfärbt. Die Tatsache, dass die aus Nordafrika stammende Schlafbeere wohlschmeckend aussieht, darf nicht über ihren üblen Geruch hinwegtäuschen. Wer mit der Schlafbeere Erfahrungen in freier Natur macht, begreift allemal, warum Ashwagandha übersetzt so viel wie „Geruch des Pferdes“ heißt. Gleichzeitig ist die Übersetzung des Sanskrit freilich auch ein Hinweis auf die Power, die in der Schlafbeere steckt. Immerhin wird das Pferd gemeinhin als Symbol für Vitalität und Kraft gehandelt. Ja, nicht genug damit. Mehr noch aus Withania somnifera, der botanischen Bezeichnung für die Schlafbeere, erhellt, was es mit der Wirkung der Ayurveda-Pflanze auf sich hat. So wirkt das zur Gattung Withania zählende Nachtschattengewächs scheint’s schlaffördernd (somnifera).

Ayurveda-Pflanze mit nachweislichem Potenzial

Bei den Schlafbeeren handelt es sich um krautige bis buschige Pflanzen, die mit einer stattlichen Größe von 30 bis 150 cm aufwarten und sonnige, trockene Plätze bevorzugen. Während sie in deutschen Landen mithin ausschließlich als Zimmerpflanze überwintern können, haben sie in Afrika, China & Co, sprich in ihren traditionellen Heimatländern, keinerlei Probleme mit der Überwinterung. Standortunabhängig ist dafür die Wirkung, die vornehmlich Withanoliden wie Somniwithanolid, Somniferanolid, Withaferin A und Withasomniferanolid, aber auch Alkaloiden wie Anahygrin, Anaferin, Nicotin, Cuscohygrin, Withasomnin und Tropin geschuldet ist.

Tut die Schlafbeere ihre Wirkung?

Die Bestandteile der Pflanze

Allen Unkenrufen zum Trotz teilt die Schlafbeere das Schicksal etlicher Superfoods nicht. Ihre Wirkung ist zweifelsfrei wissenschaftlich erwiesen. Allein ein Blick auf die Bestandteile der Pflanze genügt, um Gewissheit zu haben, dass die Schlafbeere Wirkung zeigt. So wirkt die Ashwagandha-Wurzel adstringierend, stimulierend, thermogen und antiparasitär. Sie wird als Stärkungsmittel ebenso gehandelt wie als Aphrodisiakum, Diuretikum und Betäubungsmittel und ist in über 200 Rezepturen alter, traditioneller Gesundheitslehren wie Ayurveda, Unani oder Siddha mit von der Partie. Die Blätter der Schlafbeere schmecken zwar bitter und stinken wie die Pest, tun aber bei schmerzhaften Schwellungen und Fieber ihre Dienste. Und während den Blüten eine reinigende, adstringierende, aphrodisierende und harntreibende Wirkung attestiert wird, machen die Samen als antiparasitärer Wirkstoff von sich reden. Schließlich werden in der indischen Heilkunst Ayurveda Blätter und Beeren verschrieben, um damit Tumoren, Geschwüren, tuberkulösen Drüsen und Karbunkeln zu Leibe zu rücken.

Die Anwendungen der Pflanze

• Stress und Schlaflosigkeit: Sedierende Wirkung auf den Organismus

Es ist bekannt, dass die Schlafbeere der Wirkungen nicht ermangelt. So wird sie etwa in der Krebstherapie eingesetzt, um die Begleiterscheinungen von Chemotherapien zu lindern. Realiter greifen die Menschen in europäischen Breiten allerdings vornehmlich zur Schlafbeere, um dem Stress und der Schlafstörung Paroli zu bieten. Als Adaptogen beruhigt Ashwagandha die Nerven und erklärt dem Stress entschieden und mit Nachdruck den Kampf. Praktisch geschieht das schlicht und ergreifend durch die Senkung des Cortisolspiegels, aber auch durch die Bereitschaft von Enzymen zur Steigerung ihrer antioxidativen Aktivität. Das Gute daran ist, dass die Stressreduktion mit einem besseren Schlaf einhergeht. So zeigt die Schlafbeere Wirkung, indem sie a) die Einschlafphase maßgeblich verkürzt und b) die Tiefschlafphase erheblich verlängert. Selbst Depressionen und Ängste sind für Ashwagandha kein Problem. Um ihrer Herr zu werden, empfiehlt sich allerdings, die Ashwagandha-Kur mit Entspannungsübungen sowie einer gesunden Ernährung zu kombinieren.

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• Tonikum: Verbesserung der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit

Zum Wesen von Tonika gehört bekanntlich weniger die Heilung als vielmehr die Vorbeugung von Krankheiten, indem sie den Organismus mit allem versorgen, was der Gesundheit förderlich ist. Dass die Schlafbeere ihre Wirkung in diesem Betreff nicht verfehlt, erhellt aus ihrem Stellenwert in der ayurvedischen Medizin. In dieser steht Ashwagandha punkto Steigerung der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit in einer Reihe mit Ginseng. Einesteils hilft die Schlafbeere, auch im Alter völlig bei Sinnen zu sein. Andernteils führt ihr positiver Einfluss auf die Erythrozyten- und Hämoglobinkonzentration des Bluts zu einer höheren Kraft, Ausdauer und Körperabwehr gleichermaßen wie zu einer geringeren Nervosität, Müdigkeit und Erschöpfung.

• Impotenz und Unlust: Steigerung der Manneskraft und Libido

Wenn die ayurvedische Medizin seit alters Ashwagandha zur Steigerung der Libido nutzt, kann es so verkehrt beileibe nicht sein, bei Potenzstörungen mit der Schlafbeere Erfahrungen zu sammeln. Klinische Studien in Indien haben 2013 jedenfalls der Schlafbeere die Eigenschaften eines Potenzmittels bescheinigt. Und im Tantra-Sex, jenem Liebesakt in Überlänge, der unglaubliche Orgasmen verspricht, erweist sich die Schlafbeere nachweislich als überaus nützlich, indem sie die Erektionsdauer merklich verlängert.

Schlafbeere kaufen und voller Vitalität strotzen

Hat die Schlafbeere Nebenwirkungen?

Wer angesichts der Fülle von positiven Eigenschaften ernsthaft daran denkt, die Schlafbeere zu kaufen, fragt sich unweigerlich, ob es neben den Sonnen- auch Schattenseiten des Produkts gibt. Um die Sache gleich auf den Punkt zu bringen: Im Allgemeinen gilt Ashwagandha als unbedenklich und zeigt keinerlei unliebsame Begleiterscheinungen. Lediglich bei Überdosierung kann die Schlafbeere Nebenwirkungen haben, die sich in Form von Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall äußern. Zu beachten gilt es dabei, dass ein natürliches Produkt wie Ashwagandha von Haus aus nicht jedermanns Sache ist. Bei Unverträglichkeit sind von daher auch ohne Überdosierung bei Schlafbeeren als Nebenwirkungen allergische Reaktionen drin. Um die allgemeine Verträglichkeit von Ashwagandha zu testen, ist es drum ratsam, mit einer geringen Dosis zu starten, ehe zur empfohlenen gegriffen wird.

Generell abzuraten ist vom Konsum während der Schwangerschaft, da zu hohe Mengen mit dem Risiko einer Fehlgeburt einhergehen. Zudem ist von der Kombination der Schlafbeere mit Sedativa, Anxiolytika und Alkohol abzusehen. Und sollte der Käufer unter einer Schilddrüsenunterfunktion laborieren, kommt für ihn der Konsum der Schlafbeere ausnahmslos unter ärztlicher Aufsicht infrage.

Welches Zeugnis stellen der Schlafbeere die Erfahrungen der Kunden aus?

• Dauer der Wirksamkeit

An sich verheißt der Blick in die Kundenrezensionen nichts Schlechtes. Nahezu durch die Bank berichten jene Käufer, die mit der Schlafbeere Erfahrungen gemacht haben, von einer Verringerung der Stresssymptome und Schlafprobleme bei gleichzeitiger Steigerung der Leistungsfähigkeit. Die Crux ist dabei bloß, dass näher besehen nicht wenige Nutzer die nachlassende Wirkung bei längerer Einnahme bemängeln. Insofern ist es angezeigt, sich mit einem Ayurveda-Therapeuten zusammenzutun, um sich einen passenden Einnahmeplan erstellen zu lassen. Dies ist allein schon deshalb empfehlenswert, weil es sich bei Schlafbeeren ungeachtet der fehlenden Nebenwirkungen um starke Naturprodukte handelt, die nicht unbedarft nach Belieben konsumiert werden sollten.

• Gefahr der Überdosierung

Nicht immer ist scheint’s auf die Herstellerangaben Verlass. Siehe Biotiva Bio Ashwagandha Pulver. Bei einem Withanolidgehalt von 5 Prozent empfiehlt der Hersteller für die Schlafbeere eine Dosierung von 3 bis 6 Gramm täglich. Nachdem manche Kunden über Übelkeit und Magenprobleme klagen, ist anzunehmen, dass die Dosierung zu hoch ist. Dafür schneidet das Biotiva Pulver bei den Käufern punkto Geschmack bestens ab. So schmeckt es offenbar vergleichsweise gut und teilt den üblen Ruf des Pulvers mitnichten.

• Höhe des Withanolidgehalts

Auch das MoriVeda Ashwagandha Root Powder besticht durch sein Aroma, selbst wenn es für die Geschmacksnerven gleich allen anderen Ashwagandha Pulvern nicht unbedingt eine Wohltat sein mag. Zudem scheinen die 5 Gramm oder umgerechnet rund 1 bis 2 Teelöffel täglich für die Schlafbeere als Dosierung angemessen zu sein. Dafür schweigt sich der Hersteller sträflich über den Withanolidgehalt aus. Nachdem für die Schlafbeere die Erfahrungen der Kunden sprechen und sie samt und sonders von einer angenehmen, beruhigenden Wirkung sprechen, dürfte mit dem Withanolidgehalt alles im grünen Bereich sein. Womöglich ist das treffliche Kundenfeedback freilich auch bloß ein Ausfluss des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses.

• Strenger Geschmack des Pulvers

Während MoriVeda vom Withanolidgehalt überhaupt nichts wissen will, wartet Aktiv Organic angesichts von dürftigen 0,2 Prozent unstreitig mit einem zu geringen Withanolidgehalt auf. Das einschlägige Lob über die spürbare Wirkung bei Unruhegefühlen überrascht drum umso mehr. Dafür ist der Geschmack unter aller Kanone und zeugt davon, dass Kapseln und Tabletten allemal die bessere Wahl als das Pulver sind.

In welchen Formen ist die Schlafbeere erhältlich?

Wer mit der Schlafbeere Erfahrungen gemacht hat, weiß, dass es auf die Darreichungsform ankommt, ob eine Ashwagandha-Kur eine Option ist. Die Anbieter reichen von Biotiva über vitalingo bis hin zu Fairvital. Wie es um ihren Ruf bestellt ist, verraten ausschließlich einschlägige Tests und Kundenrezensionen. Gemessen daran ist es ein Leichtes, sich grundsätzlich für eine Darreichungsform zu entscheiden. Im Prinzip hat der Käufer die Wahl zwischen Schlafbeere Kapseln und Tabletten, Schlafbeere Pulver und Schlafbeere Tee.

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• Schlafbeere Kapseln und Tabletten

Letztlich ist es eine Frage des persönlichen Typs, ob sich jemand für fixe Vorgaben erwärmt oder die Flexibilität in der Dosierung wünscht. Fakt ist jedenfalls, dass sich Kapseln und Tabletten neben dem Vorteil der festen Dosierung vor allen Dingen durch ihre weitgehende Geschmacks- und Geruchsneutralität auszeichnen. Sie enthalten Ashwagandha-Wurzelextrakt und können mit etwas Wasser problemlos eingenommen werden.

• Schlafbeere Pulver

Gleich den Kapseln und Tabletten ist auch das Ashwagandha Pulver eine haltbare Darreichungsform, was angesichts der langen Lieferkette nicht ohne Belang ist. Hergestellt aus der Pflanzenwurzel und angerührt mit etwas Wasser ist der Konsum des Pulvers weiter keine Hexerei. Bloß die Dosierung kann zum ernsthaften Problem werden, nachdem das Pulver naturgemäß frei dosierbar ist. Wer sich an die Herstellerangaben hält, hat mit der Überdosierung für gewöhnlich aber nichts am Hut. Im Unterschied dazu lässt sich dem Geschmacksproblem vergleichsweise leicht beikommen. Um des üblen Geschmacks Herr zu werden, genügt es, das Ashwagandha Pulver zusammen mit Smoothies, Fruchtsäften, Milchprodukten, Haferflocken oder Cornflakes darzureichen. Hartgesottenen steht es freilich frei, das Pulver mit einem Glas Wasser zu konsumieren.

• Schlafbeere Tee

Teeliebhaber werden das Angebot zu schätzen wissen. Allein mit der Zubereitung des Schlafbeere Tees hüpft ihnen das Herz im Leibe. Neben Ashwagandha enthält der Schlafbeere Tee in der Regel etliche Blätter und Früchte, er ist aber ebenso gut in reiner Form erhältlich. Wer beispielsweise zum Schlafbeere-Wurzel-Tee von Possible Green LTD greift, hat zu 100 Prozent Ashwagandha in der Hand und muss sich obendrein keinen Kopf um die Herstellung machen. Immerhin versichert der Anbieter, dass die Ashwagandha-Wurzel sorgfältig geerntet und unter hygienischen Bedingungen bei niedriger Temperatur sowohl getrocknet als auch gemahlen wird. Botaniker, Mikrobiologen und Phytologen garantieren die einwandfreie Qualität der Ware. Als besonders vorteilhaft erweist sich die Darreichung als Teebeutel. Einfach mit heißem Wasser aufgießen und fertig ist die Laube.

Dass es auch um ein Bedeutendes komplizierter geht, beweisen andere Hersteller. Kommt der Schlafbeere Tee etwa in Form von Wurzeln daher, bedarf es des 10-minütigen Abkochens von 1 bis 2 Kaffeelöffeln Wurzel mit 200 ml Wasser. Getrunken werden sollen allerdings zweimal täglich lediglich 40 ml von dem Gebräu. Wer sich jedenfalls dazu entschließt, die Schlafbeere zu kaufen und auf die Teevariante abfährt, sollte sich prophylaktisch schon einmal darauf einstellen, dass er mit Milch, Sahne oder Honig gegen den bitteren Geschmack ankämpfen muss.

Welche Alternativen gibt es zur Schlafbeere?

Ginseng

• größere Stressresistenz
• höhere Gedächtnisleistung
• größeres Lernvermögen
• geringere Müdigkeit

Rhodiola

• größeres Konzentrationsvermögen
• weniger Stresssymptome
• besserer Schlaf

Borstige Taigawurzel

• Abhilfe bei Erschöpfung, Stress und Konzentrationsschwächen
• Stütze fürs Immunsystem

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Was ist über die Schlafbeere zur Dosierung und Einnahme zu sagen?

Dosierung: In welchen Mengen?

Es gehört regelrecht zum Wesen von Nahrungsergänzungsmitteln, dass es an einheitlichen Empfehlungen für eine angemessene Dosierung hapert. Im Allgemeinen gilt aber für die Schlafbeere eine Dosierung von 300 bis 500 mg pro Tag bei einem Withanolidgehalt von 5 Prozent als Richtmaß. Eine Steigerung auf 6 g täglich bei dreimaliger Einnahme ist denkbar. Allerdings sollte bei der Schlafbeere die Dosierung anfangs wesentlich geringer sein, um möglicher Übelkeit vorzubeugen.

Einnahme: Zu welchen Zeiten?

Auch über den optimalen Zeitpunkt der Einnahme herrscht Uneinigkeit. Während es die einen vorziehen, die Schlafbeere einmalig am Morgen auf nüchternen Magen zu konsumieren, schwören die anderen auf die 3-malige tägliche Einnahme im Verein mit den Mahlzeiten. Die Einnahme von Ashwagandha zusammen mit Mahlzeiten soll zur Entlastung des Magen-Darm-Trakts und zur besseren Aufnahme der fettlöslichen Bestandteile des Präparats entscheidend beitragen und ist von daher allemal eine Überlegung wert. Mangels allgemeingültiger Richtlinien für die optimalen Zeitpunkte der Einnahme ist das Studium der Empfehlungen auf der Umverpackung jedenfalls zwingend nötig. Und im Zweifel hat stets der Arzt des Vertrauens die probate Antwort zur Hand. Mit einer spürbaren Wirkung ist so oder so frühestens nach 2 Wochen regelmäßiger Einnahme zu rechnen.

Schlafbeere kaufen: Was macht ein gutes Produkt aus?

Schlafbeere Wirkung - Es kommt auf die Inhaltsstoffe an

Whitanolidgehalt

Nachdem die Schlafbeere ihre nachweisliche Wirkung in erster Linie den Withanoliden und weniger den Alkaloiden verdankt, ist der Withanolidgehalt das Entscheidungskriterium beim Kauf schlechthin. Ab einem Gehalt von 2,5 Prozent kann von einem hochwertigen Extrakt die Rede sein, fehlt die Angabe komplett, ist vom Kauf hingegen abzuraten. An sich sind selbst Konzentrationen von 10 Prozent drin, inwieweit diese aber einem Messfehler geschuldet sind, bleibt dahingestellt. Immerhin erhöht sich der Whitanolidgehalt bei einer gravimetrischen Analyse um den Faktor 2,5 bis 3, während die HPLC-Methode den Tatsachen Rechnung trägt und weder verfälschte noch ungenaue Angaben liefert.

Wurzeln, keine Blätter

Über allfällige Schadstoffe brauchen sich Konsumenten in Deutschland keinen Kopf zu machen, nachdem Nahrungsergänzungsmittel diesbezüglich allgemeinen Prüfungen standhalten müssen. Es kann gleichwohl vorkommen, dass sich in den Ashwagandha Extrakt Blätter mischen und er nicht allein auf Wurzeln basiert. Zum Vermanschen von Wurzeln und Blättern greifen Hersteller schlicht aus Gründen der Verkaufsförderung. Devise: Je höher der Withanolidgehalt, desto attraktiver das Präparat. Nachdem in den Blättern allerdings das Withanolid Withaferin A steckt, das einzelnen Studien zufolge als zytotoxisch einzustufen ist, macht sich die Beimengung von Blättern alles andere als gut in der Schlafbeere.

Vollspektrum-Extrakt

Es lohnt die Mühe allemal, die Herstellerangaben genau zu studieren. Spätestens wenn von einem schonenden Extraktionsprozess die Rede ist, kann davon ausgegangen werden, dass es sich beim feilgebotenen Präparat um einen Vollspektrum-Extrakt handelt. Die Schlafbeere zu kaufen heißt mithin, stillschweigend darauf zu vertrauen, dass in der Herstellung a) keine Wirkstoffe verloren gehen und b) das Verhältnis der Wirkstoffe zueinander weitgehend unverändert bleibt. Entscheidend sind diese beiden Herstellungskriterien schlicht deshalb, weil es sich bei der Schlafbeere nicht um ein pharmakologisches Medikament, sondern um ein pflanzliches Mittel handelt. Und ebendieses entfaltet seine gesundheitliche Wirkung ausschließlich durch das gezielte Zusammenspiel der einzelnen Wirkstoffe.

Ohne Magnesiumstearat, dafür bio-zertifiziert und laktosefrei

Anzunehmen, dass Umweltfreunde nicht eine Sekunde daran denken, die Schlafbeere zu kaufen, wenn ihnen nicht auf der Packung das Bio-Siegel entgegenprangt. Zum Glück können sich nicht wenige Ashwagandha-Produkte der Bio-Zertifizierung rühmen und auf einen weitgehend biologischen Hintergrund des Anbaus und der Erzeugung verweisen. Nicht minder ernst nehmen die Hersteller die Laktose-Intoleranz, wenn sie laktosefreie Präparate auf den Markt werfen. Schließlich tragen sie den unterschiedlichen Bedürfnissen der Konsumenten auch insofern Rechnung, als sie auf Magnesiumstearat, sprich das Magnesiumsalz der Stearinsäure, verzichten. Nachdem ebendieses nicht selten tierischen Fetten entstammt, läuft es naturgemäß all jenen wider den Strich, die auf vegetarische oder vegane Ernährung abfahren. Der wahre Grund für den freiwilligen Verzicht auf das Magnesiumsalz der Stearinsäure dürfte freilich in den Gesundheitsbedenken liegen. So behaupten Kritiker, dass Magnesiumstearat das Immunsystem schwäche und krank mache.

Fazit: Auch ohne Stiftung Warentest ein Hit

Bei Tage besehen bedürfte die Schlafbeere keines Tests der gemeinnützigen deutschen Verbraucherorganisation, um von sich reden zu machen. Immerhin hat sich die Ayurveda-Pflanze längst zum Marktrenner gemausert. Eine Analyse der Stiftung Warentest würde freilich die Kaufentscheidung der Konsumenten um ein Bedeutendes erleichtern.

Zur Stunde bleiben dem interessierten Käufer damit lediglich die Urteile der einschlägigen Vergleichstests. Womöglich erleichtert Ashwagandha KSM-66 als Vollspektrum-Wurzel-Extrakt mit einem Whitanolidgehalt von 5 Prozent den Einstieg in die Szene. Das Produkt wurde klinisch ausgiebig getestet und sorgt erwiesenermaßen für weniger Angst, Stress und Cortisol. Gleichzeitig steigert es bei Männern und Frauen gleichermaßen die sexuelle Lust und Leistungsfähigkeit und bietet sich als treffliche Ergänzung zum Sport an. 17 Prozent mehr Testosteron dürfen sich die Herren der Schöpfung erwarten. Das Produkt ist zertifiziert, wird in Form von vegetarischen Kapseln vertrieben und kostet bei Amazon vertretbare 20,95 Euro. Wer den Onlinehändler auf den Tod nicht leiden kann, hat mit DM, Apotheken und indischen Kräutershops auch offline genug Möglichkeiten, nach der Schlafbeere Ausschau zu halten.

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